Wann bricht der nächste Supervulkan aus? Die Kalshi-Quoten

📅 25. Dezember 2025⏱️ 12 min Lesezeit🏷️ Prediction Markets
Wann bricht der nächste Supervulkan aus? Die Kalshi-Quoten

Die Frage nach dem nächsten Ausbruch eines Supervulkans fasziniert und beunruhigt die Menschheit gleichermaßen. Sie verbindet tiefe geologische Zeiträume mit existenziellen Risiken für unsere Zivilisation. Doch wie wahrscheinlich ist ein solches Ereignis wirklich? Und wie kann man diese Wahrscheinlichkeit überhaupt messen? Ein ungewöhnlicher, aber äußerst aufschlussreicher Ansatz kommt aus der Welt der Prediction Markets. Plattformen wie Kalshi Deutschland bieten Märkte an, auf denen Nutzer auf zukünftige Ereignisse wetten können – und die daraus resultierenden Quoten liefern eine einzigartige, kollektive Einschätzung der Risiken. Dieser Artikel taucht tief in die Wissenschaft der Supervulkane ein und erklärt, wie die Quoten von Kalshi zu einem modernen Barometer für globale Katastrophenrisiken werden.

Was ist ein Supervulkan? Eine Definition des Unfassbaren

Ein Supervulkan ist kein klassischer Berg, sondern eine gewaltige magmatische Anomalie in der Erdkruste. Sein Ausbruch, eine Supereruption, definiert sich über die freigesetzte Menge an vulkanischem Material.

Das Maß der Zerstörung: Der Vulkanexplosivitätsindex (VEI)

Der Vulkanexplosivitätsindex (VEI) klassifiziert Eruptionen auf einer logarithmischen Skala von 0 bis 8. Jede Stufe bedeutet eine zehnfach größere Eruption.

* VEI 7 und 8: Diese Stufen werden als Supereruptionen bezeichnet.

* Mengenangabe: Eine VEI-8-Eruption schleudert mindestens 1.000 Kubikkilometer an Tephra (Lockermaterial) aus.

* Zum Vergleich: Der Ausbruch des Mount St. Helens 1980 war ein VEI-5-Ereignis mit etwa 1 Kubikkilometer Material.

Definition: Eine Supereruption ist ein vulkanisches Ereignis mit einem Vulkanexplosivitätsindex (VEI) von 8, bei dem mindestens 1.000 km³ an pyroklastischem Material ausgeworfen werden. Sie hat das Potenzial, das globale Klima für Jahre zu verändern und Zivilisationen zu destabilisieren.

Die bekanntesten Supervulkane der Welt

Nicht alle Supervulkane sind offensichtlich. Viele verbergen sich unter idyllischen Landschaften.

  • Yellowstone (USA): Die wohl berühmteste Caldera. Ihr Magmareservoir ist etwa 60 km lang, 30 km breit und 10 km mächtig.
  • Toba (Indonesien): Verantwortlich für die letzte bekannte VEI-8-Eruption vor etwa 74.000 Jahren. Sie soll einen "genetischen Flaschenhals" in der menschlichen Population verursacht haben.
  • Taupō (Neuseeland): Seine letzte große Eruption (Oruanui) vor 26.500 Jahren war eine VEI-8-Ereignis.
  • Campi Flegrei (Italien): Eine "brennende Felder" genannte Caldera westlich von Neapel, die dicht besiedeltes Gebiet bedroht.
  • Long Valley (USA): Eine Caldera in Kalifornien, die regelmäßig seismische Aktivität zeigt.

Die globale Bedrohung: Folgen einer Supereruption

Die unmittelbaren regionalen Folgen wären apokalyptisch. Doch die eigentliche globale Gefahr liegt in den klimatischen Nachwirkungen.

Unmittelbare und regionale Zerstörung

Ein Ausbruch in Yellowstone oder ähnlichen Calderas würde innerhalb von Minuten bis Stunden ein Gebiet von der Größe Mitteleuropas verwüsten.

* Pyroklastische Ströme: Glühend heiße Lawinen aus Gas und Gestein, die mit Hunderten von Kilometern pro Stunde alles verbrennen und begraben.

* Ascheregen: Meterhohe Ablagerungen im Umkreis von Hunderten Kilometern, die Gebäude zum Einsturz bringen, Ernten vernichten und jedes Leben ersticken.

* Tsunamis: Bei marinen Eruptionen, wie bei Toba, könnten gigantische Flutwellen entstehen.

Der "vulkanische Winter" und seine globalen Folgen

Die langfristig verheerendste Folge ist der vulkanische Winter. Feinste Schwefelaerosole werden in die Stratosphäre geschleudert und reflektieren das Sonnenlicht über Jahre hinweg.

* Temperatursturz: Globale Durchschnittstemperaturen könnten um 3-5°C fallen, in Regionen sogar um bis zu 10-15°C.

* Erntekollaps: Die verkürzte Wachstumsperiode und das fehlende Sonnenlicht würden die weltweite Landwirtschaft für mehrere Jahre lahmlegen.

* Zusammenbruch der Versorgungsketten: Nahrungsmittelknappheit, soziale Unruhen und der Kollaps internationaler Handelswege wären die Folge.

Expertenzitat: Dr. Chris Newhall, Vulkanologe, fasst zusammen: "Die größte Bedrohung durch einen Supervulkan ist nicht die Lava oder die unmittelbare Explosion, sondern die Aerosole in der Stratosphäre. Sie können das Sonnenlicht blockieren und die Erde für Jahre in einen 'Winterschlaf' versetzen, mit katastrophalen Folgen für die Welternährung."

Wie wahrscheinlich ist ein Ausbruch? Die wissenschaftliche Perspektive

Die Wahrscheinlichkeit eines Supervulkan-Ausbruchs in unserer Lebenszeit ist statistisch gesehen sehr gering, aber nicht null.

Statistische Wahrscheinlichkeiten und Durchschnittsintervalle

Geologen berechnen Wahrscheinlichkeiten basierend auf der Häufigkeit vergangener Ereignisse.

* Yellowstone: Die drei letzten Supereruptionen fanden vor 2,1 Millionen, 1,3 Millionen und 640.000 Jahren statt. Das ergibt ein grobes Intervall von etwa 600.000-800.000 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs in einem gegebenen Jahr wird vom U.S. Geological Survey (USGS) auf etwa 1 zu 730.000 geschätzt.

* Globale Frequenz: Studien legen nahe, dass Supereruptionen (VEI-8) im Durchschnitt alle 50.000 - 100.000 Jahre auftreten. Da die letzte (Toba) etwa 74.000 Jahre zurückliegt, befinden wir uns statistisch gesehen in einem "möglichen" Zeitfenster.

Tabelle: Wahrscheinlichkeiten ausgewählter Supervulkane (jährlich)

SupervulkanGeschätzte jährliche EruptionswahrscheinlichkeitQuelle
Yellowstone (VEI-8)~0,00014% (1:730.000)U.S. Geological Survey (USGS)
Campi Flegrei (große Eruption)~0,1-1% (deutlich höher, aber nicht zwangsläufig VEI-8)INGV (Italien)
Globale VEI-8-Eruption~0,001-0,002% (1:50.000 bis 1:100.000)Geologische Studien

Anzeichen und Überwachung: Können wir es vorhersagen?

Die moderne Vulkanüberwachung sucht nach Vorläufern, die auf eine bevorstehende massive Magmabewegung hindeuten.

* Bodenhebung (Inflation): Gemessen mit GPS und Satelliten-Radar (InSAR).

* Erdbebenschwärme: Kleine, häufige Beben deuten auf Spannungsaufbau und Magmaaufstieg hin.

* Gasemissionen: Veränderungen in der Zusammensetzung und Menge von Gasen wie Schwefeldioxid (SO₂) und Kohlendioxid (CO₂).

* Thermische Anomalien: Leichte Temperaturerhöhungen an der Oberfläche.

Wichtig ist: Wir können wahrscheinlich Wochen bis Monate im Voraus Warnzeichen erkennen, aber eine exakte Vorhersage auf den Tag ist unmöglich. Die Wissenschaft arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, nicht mit Gewissheiten.

Prediction Markets: Was ist Kalshi und wie funktioniert es?

Hier kommt ein völlig anderer Ansatz ins Spiel: die kollektive Intelligenz der Märkte. Kalshi ist eine regulatorisch genehmigte Plattform für Vorhersagemärkte (Prediction Markets).

Das Grundprinzip: Wetten auf Ja/Nein-Ereignisse

Nutzer können Anteile („Shares“) kaufen, die je nach Marktmeinung einen Wert zwischen 1 Cent und 99 Cent haben.

* Beispielmarkt: "Wird der Vulkan XYZ vor dem 1. Januar 2030 ausbrechen?"

* "Ja"-Anteil für 10 Cent: Der Markt schätzt die Wahrscheinlichkeit auf 10%.

"Nein"-Anteil für 90 Cent: Entspricht einer 90%igen Wahrscheinlichkeit, dass es nicht* passiert.

* Ablauf: Bei Fälligkeit des Marktes ist ein Anteil entweder 1 $ (wenn das Ereignis eingetreten ist) oder 0 $ wert.

Der Informationswert der Quoten

Der Preis, zu dem sich die Anteile handeln, spiegelt die kollektive, in Geld übersetzte Einschätzung aller Marktteilnehmer wider. Diese Quoten aggregieren öffentliches Wissen, Expertenmeinungen und sogar Insiderinformationen effizienter als viele Umfragen.

Definition: Ein Vorhersagemarkt ist ein spekulativer Markt, der geschaffen wurde, um die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses zu handeln. Der Handelspreis wird als aggregierte Wahrscheinlichkeitseinschätzung interpretiert.

Für Ereignisse wie Vulkanausbrüche, wo Expertenmeinungen divergieren, bieten Kalshi-Quoten somit einen einzigartigen, dynamischen Indikator. Wenn Sie mehr über die Funktionsweise und Regulierung solcher Märkte erfahren möchten, lesen Sie unseren Leitfaden [Wie funktionieren Vorhersagemärkte?](https://www.kalschi.de/wie-funktionieren-vorhersagemaerkte).

Kalshi-Quoten zum Supervulkan-Ausbruch: Ein fiktives Szenario

Da Kalshi Deutschland aktuell (Stand Ende 2025) keinen spezifischen Markt zu Supervulkanen anbietet, konstruieren wir ein realistisches Szenario, basierend auf wissenschaftlichen Daten und der Logik von Prediction Markets.

Wie würden die Quoten aussehen?

Angenommen, es gäbe einen Markt: "Wird eine bestätigte VEI-8-Supereruption vor dem 1. Januar 2050 irgendwo auf der Erde stattfinden?"

Basierend auf der geologischen Durchschnittsfrequenz (alle 50.000-100.000 Jahre) läge die rein statistische Wahrscheinlichkeit für die nächsten 25 Jahre bei etwa 0,025% bis 0,05%. Das entspräche einem Quotenwert von 0,25 bis 0,5 Cent für "Ja".

Warum die tatsächlichen Quoten höher liegen könnten:

  • Risikoaufschlag: Märkte bewerten oft seltene, katastrophale Ereignisse höher als die reine Statistik ("Risikoprämie").
  • Medienaufmerksamkeit: Berichte über erhöhte Aktivität in Campi Flegrei oder Yellowstone könnten die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit kurzfristig in die Höhe treiben.
  • Nicht-statistische Faktoren: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder öffentliche Äußerungen prominenter Geologen könnten den Markt bewegen.

Eine plausible Kalshi-Quote für ein solches Ereignis bis 2050 könnte daher zunächst bei 1-5 Cent (1-5% Marktwahrscheinlichkeit) liegen und sich mit neuen Nachrichten dynamisch anpassen.

Vergleich: Kalshi-Quoten vs. wissenschaftliche Schätzungen

BewertungsmethodeGeschätzte Wahrscheinlichkeit (bis 2050)Charakteristik
Geologische Statistik0,025% - 0,05%Langfristiger Durchschnitt, statisch, ignoriert aktuelle Anzeichen.
Experten-Delphi-Befragung0,1% - 1%Subjektive Einschätzung von Fachleuten, oft konservativ.
Kalshi Prediction Market1% - 5% (hypothetisch)Dynamisch, aggregiert alle öffentlichen Informationen inkl. Medien und Laienmeinungen, beinhaltet Risikoprämie.

Der große Vorteil von Kalshi liegt in dieser Dynamik und Aggregation. Während eine wissenschaftliche Studie Jahre braucht, reagiert ein Markt in Echtzeit.

Die Bedeutung für Deutschland und Europa

Auch wenn die nächste Supereruption wahrscheinlich weit entfernt stattfinden wird, sind die Folgen global. Deutschland wäre in mehrfacher Hinsicht stark betroffen.

Direkte und indirekte Auswirkungen auf Deutschland

Deutschland liegt nicht in unmittelbarer Nähe einer bekannten Caldera. Die Gefahr kommt aus der Ferne.

* Klima- und Landwirtschaft: Ein vulkanischer Winter würde die deutsche Landwirtschaft hart treffen. Kürzere Vegetationsperioden und Missernten wären die Folge.

* Wirtschaft und Lieferketten: Als exportabhängige Nation wäre Deutschland vom Zusammenbruch des globalen Handels extrem betroffen.

* Politische Destabilisierung: Massive Migrationsbewegungen aus stärker betroffenen Regionen und innereuropäische Konflikte um Ressourcen wären wahrscheinlich.

* Aschefall: Bei einer Eruption auf Island (die zwar keine Supereruption wäre, aber den Luftverkehr lahmlegen könnte) oder bei bestimmten Windmustern könnte auch Deutschland unter feinem Ascheregen leiden.

Campi Flegrei: Die Supervulkan-Gefahr vor Europas Haustür

Die vielleicht konkreteste Bedrohung für Europa ist die Campi Flegrei-Caldera bei Neapel. Sie ist kleiner als Yellowstone, aber in einer der am dichtesten besiedelten Regionen Europas.

* Letzte Eruption: 1538 (allerdings klein).

* Aktuelle Aktivität: Seit Jahrzehnten beobachtet man Bodenhebung („Bradyseismus“) und häufige Erdbebenschwärme.

* Risikobewertung: Das Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia (INGV) stuft die Caldera in einer erhöhten Aufmerksamkeitsstufe. Eine große Eruption wäre regional verheerend und könnte durch Ascheauswurf den europäischen Luftraum wochenlang schließen.

Die Beobachtung solcher Risiken und die Diskussion ihrer Wahrscheinlichkeit macht Plattformen wie Kalshi auch für europäische Nutzer relevant. Sie bieten einen Rahmen, um sich mit solchen Low-Probability-High-Impact-Risiken auf eine rationale, datengetriebene Weise auseinanderzusetzen. Für Anleger, die sich für makroökonomische Risiken interessieren, sind unsere Analysen zu [Wirtschaftsindikatoren auf Vorhersagemärkten](https://www.kalschi.de/wirtschaftsindikatoren-vorhersagemaerkte) lesenswert.

Nutzung von Vorhersagemärkten für Risikobewertung und Entscheidungsfindung

Die Quoten von Kalshi und ähnlichen Plattformen sind mehr als nur Spekulation. Sie sind ein wertvolles Tool für die rationale Risikobewertung.

Für Privatpersonen: Vom Interesse zur informierten Entscheidung

Auch ohne große Wetten abzugeben, kann die Beobachtung solcher Märkte den Horizont erweitern.

* Bildung: Sich mit den Märkten auseinanderzusetzen, zwingt dazu, sich mit dem zugrundeliegenden Thema (z.B. Vulkanologie) zu beschäftigen.

* Einschätzung von Medienhype: Wenn die Medien über eine "bevorstehende" Katastrophe berichten, die Kalshi-Quoten aber stabil niedrig bleiben, ist das ein Zeichen für übertriebene Angstmache.

* Persönliche Vorsorge: Ein gesteigertes Bewusstsein für globale Risiken kann rationale Vorsorgeentscheidungen beeinflussen (z.B. Notvorräte, finanzielle Resilienz).

Für Institutionen und Unternehmen: Ein Frühindikator

Unternehmen, Versicherungen und sogar Regierungsstellen können Prediction Markets als ergänzenden Informationskanal nutzen.

* Versicherungsbranche: Kann die Marktquoten als einen Input für die Kalkulation von Prämien für katastrophale Ereignisse nutzen.

* Unternehmensrisiko-Management: Globale Konzerne können ihre Supply-Chain-Risiken besser modellieren.

* Forschung: Die Dynamik der Märkte gibt Aufschluss darüber, wie die Öffentlichkeit auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse reagiert.

Ein Schritt-für-Schritt-Beispiel, wie man solche Märkte für die eigene Recherche nutzt:

  • Markt identifizieren: Finden Sie einen thematisch passenden Markt auf Kalshi Deutschland, z.B. zu Naturkatastrophen oder geopolitischen Ereignissen.
  • Quoten beobachten: Notieren Sie den aktuellen Preis (z.B. 3 Cent für "Ja") und interpretieren Sie ihn als Marktwahrscheinlichkeit (3%).
  • Nachrichtenverfolgung: Beobachten Sie, wie sich der Preis bei neuen Schlagzeilen oder wissenschaftlichen Veröffentlichungen verändert.
  • Eigenrecherche: Vergleichen Sie die Markteinschätzung mit wissenschaftlichen Quellen und Expertenmeinungen.
  • Schlussfolgerung ziehen: Bilden Sie sich eine eigene, informierte Meinung, die sowohl kollektive Marktintelligenz als auch Fachwissen einbezieht.

Fazit: Die kollektive Intelligenz als Kompass in unsicheren Zeiten

Die Frage "Wann bricht der nächste Supervulkan aus?" lässt sich nicht definitiv beantworten. Die Geologie arbeit in Zeiträumen, die unsere Vorstellungskraft übersteigen. Die statistische Wahrscheinlichkeit in unserem Leben ist sehr gering, aber die potenziellen Folgen sind so immens, dass das Risiko ernst genommen werden muss.

Vorhersagemärkte wie Kalshi Deutschland bieten hier einen revolutionären Ansatz. Sie übersetzen abstrakte wissenschaftliche Wahrscheinlichkeiten und öffentliche Wahrnehmung in ein klares, dynamisches Preissignal. Die hypothetischen Kalshi-Quoten zu einer Supereruption würden nicht nur die nackte Statistik widerspiegeln, sondern auch die aktuelle Risikowahrnehmung, Medienberichte und kollektive Ängste.

Für den rational denkenden Menschen sind diese Quoten daher ein wertvolles Werkzeug. Sie helfen, Hysterie von realer Gefahr zu unterscheiden, fördern die intensive Auseinandersetzung mit komplexen Themen und aggregieren Wissen auf eine Weise, die kein einzelner Experte leisten kann. In einer Welt voller Ungewissheit – ob vulkanischer, klimatischer oder politischer Natur – sind solche Märkte vielleicht einer der klarsten Kompasse, die wir haben.

---

FAQ: Häufige Fragen zu Supervulkanen und Kalshi

1. Kann Kalshi den Ausbruch eines Supervulkans vorhersagen?

Nein, Kalshi kann keine Ereignisse vorhersagen. Die Plattform aggregiert lediglich die Einschätzungen ihrer Nutzer in Form von handelbaren Quoten. Diese Quoten sind ein Maß für die kollektiv eingeschätzte Wahrscheinlichkeit, kein wissenschaftliches Prognoseinstrument.

2. Ist Yellowstone überfällig für einen Ausbruch?

Nein, das Konzept "überfällig" ist bei geologischen Zeiträumen irreführend. Vulkanische Aktivität folgt keinem regelmäßigen Zeitplan. Das durchschnittliche Intervall zwischen Supereruptionen in Yellowstone beträgt Hunderttausende von Jahren, aber ein Ausbruch könnte theoretisch morgen oder in 100.000 Jahren passieren. Der Vulkan wird intensiv überwacht.

3. Wie sicher sind Vorhersagemärkte wie Kalshi?

Kalshi ist eine regulierte Handelsplattform in den USA (von der CFTC zugelassen) und unterliegt damit Aufsichtsvorschriften. Für Nutzer aus Deutschland ist der Zugang möglich, es gelten jedoch die allgemeinen Risiken des Handels. Es handelt sich um Spekulation und kein Investment im klassischen Sinne. Informieren Sie sich stets über die aktuellen Nutzungsbedingungen.

4. Welcher Supervulkan ist der gefährlichste?

"Gefährlich" kombiniert Wahrscheinlichkeit und Auswirkung. Campi Flegrei in Italien hat eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine signifikante Eruption in näherer Zukunft und liegt in einer extrem dicht besiedelten Region, was sie lokal sehr gefährlich macht. Yellowstone hätte aufgrund seiner schieren Größe die global verheerendsten Auswirkungen, ist aber wesentlich unwahrscheinlicher.

5. Sollte ich mich persönlich auf eine Supereruption vorbereiten?

Eine direkte Vorbereitung auf ein so spezifisches, extrem seltenes Ereignis ist nicht praktikabel. Sinnvoller ist die allgemeine Notfallvorsorge für langanhaltende Krisen, die auch bei anderen Katastrophen hilft. Dazu gehören:

* Ein Vorrat an Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln für 10-14 Tage.

* Ein Notfallgepäck mit wichtigen Dokumenten, Medikamenten und Ausrüstung.

* Ein familiärer Notfallplan für Kommunikation und Treffpunkte.

* Finanzielle Reserven für unerwartete Ereignisse.

Für weitere Einblicke in die Welt der datengetriebenen Zukunftsanalyse besuchen Sie auch unsere Seite über [die Zukunft von Prediction Markets](https://www.kalschi.de/zukunft-prediction-markets).